Warum wir unsere Kitten nicht einzeln vermitteln
Immer wieder werden wir gefragt, ob wir unsere Kitten auch alleine vermitteln. Die Antwort ist ganz klar: Nein!
Die einzige Ausnahme besteht, wenn bereits ein gleichaltriges Kitten (maximal ein paar Wochen jünger oder älter) im Haushalt lebt.
Aber warum? Warum sind wir als Tierschutzverein so streng damit? Sollten wir nicht froh über jedes Kitten sein, das ein liebevolles Zuhause findet?
❌ Warum reicht ein vorhandener, zehn Jahre alter Kater nicht als Spielgefährte?
❌ Warum kann eine dreijährige Katze, die ihren Gefährten verloren hat, nicht mit einem zwölf Wochen alten Kitten getröstet werden?
❌ Warum passt ein einjähriger Kater nicht zu einem kleinen Kitten?
Viele Menschen denken, dass ein einzelnes Kitten anhänglicher wird, doch das Gegenteil ist oft der Fall! Katzenbabys brauchen den Kontakt zu Artgenossen, um sich sozial und emotional gesund zu entwickeln. Fehlt dieser, können sich Verhaltensstörungen entwickeln.
Warum Kitten mindestens zu zweit aufwachsen sollten
Wenn Katzenwelpen mit etwa 12 Wochen von ihrer Mutter getrennt werden, ist ihre Sozialisierung noch lange nicht abgeschlossen. Sie müssen weiterhin lernen:
🐾 Wie man spielt, ohne zu verletzen
🐾 Wie man Grenzen respektiert
🐾 Wie man sich als Katze richtig verhält
Ein Kitten in Einzelhaltung kann sich unerwünschte Verhaltensweisen aneignen:
⚠️ Es könnte versuchen, mit Menschen zu raufen – was oft als Aggression missverstanden wird.
⚠️ Es kann übermäßig anhänglich oder umgekehrt scheu werden.
⚠️ Es kann aus Langeweile und Frust zerstörerisch sein.
Ein erwachsenes Tier ist kein Ersatz für einen gleichaltrigen Spielgefährten. Ein älterer Kater oder eine erwachsene Katze hat meist andere Bedürfnisse:
🐾 Sie wollen mehr Ruhe und weniger wildes Spielen.
🐾 Sie sind körperlich kräftiger und können das Kitten unbeabsichtigt verletzen.
🐾 Sie fühlen sich durch das energiegeladene Kitten möglicherweise gestresst oder genervt.
Vergleich mit Menschen – Stell dir folgendes vor:
Du bist 65 Jahre alt und gerade in Rente – endlich Zeit für dich! Plötzlich zieht ein quirliges dreijähriges Kind bei dir ein und fordert rund um die Uhr Aufmerksamkeit. Natürlich kannst du kinderlieb sein, aber auf Dauer wird das für beide Seiten schwierig.
Oder du bist 28 Jahre alt und auf einmal sollst du den ganzen Tag mit einem Dreijährigen verbringen. Es ist nicht deine Aufgabe, ihn zu erziehen oder mit ihm zu spielen – eure Interessen und Bedürfnisse sind einfach zu unterschiedlich.
Das gilt auch für Katzen! Ein älteres Tier kann kein gleichwertiger Ersatz für einen jungen Artgenossen sein.
Langfristig denken – was passiert später?
🐾 Wenn ein Kitten mit einer deutlich älteren Katze vergesellschaftet wird, was passiert, wenn die ältere Katze jahrefrüher stirbt?
🐾 Bleibt das jüngere Tier dann allein?
🐾 Wird es dann wieder an eine neue Katze gewöhnt – und wenn das nicht klappt?
Ein Kitten mit einem viel älteren Partner kann später erneut in Einzelhaltung landen – genau das, was wir verhindern möchten.
Unser Ziel: Ein perfektes Zuhause für unsere Kitten
Unsere Verantwortung gilt in erster Linie den Tieren. Erst wenn das bestmögliche Umfeld für sie gefunden ist, stehen die Wünsche der Menschen an zweiter Stelle.
Katzen sind langfristige Begleiter, oft bis zu 20 Jahre. Diese Entscheidung sollte wohlüberlegt sein – nicht nur aus menschlicher Perspektive, sondern vor allem im besten Interesse der Katzen.
Deshalb vermitteln wir unsere Kitten nur im Doppelpack oder zu einem gleichaltrigen Gefährten – für ein glückliches und gesundes Katzenleben. ❤️🐾